Am vergangenen Wochenende fand ja, wie alle wissen müssten, die Landtagswahl in NRW statt. In unserem Wahlkreis 86 (Warendorf I) hat die CDU, trotz großer Verluste im Vergleich zum vorletzen Jahr, gewonnen. Insgesamt aber gewann die SPD. Auch die Piratenpartei konnte einige Prozente zulegen und segelte eifrig mit dem Überwinden der 5%-Hürde in den Landtag ein. Alles könnte so schön sein, wenn es da nicht diese geringe Wahlbeteidigung wäre. In unserem Kreis lag diese gerade mal bei 63,2%! Der Grund dafür sind nicht die sogenannten "Protestwähler" - die wählen ja vielmehr die Piraten. Stattdessen sind dies die Pessimisten unseres Landes, denen unsere Zukunft gleichgültig ist oder ihnen die Politik so sehr egal ist, dass sie "den anderen das Ruder überreichen wollen".
Wir leben ja in einem freien Land und jeder darf selbst entscheiden, ob er wählen geht oder nicht. Wer aber etwas Prozentrechnung beherrscht muss feststellen, dass garnicht wählen schlimmer ist, als einen ungültigen Wahlzettel abzugeben. Außerdem: Wer nicht wählen geht, wird auch regiert. Ich persönlich kann die Motive dieser "Wahlen-sind-mir-sowas-von-egal-Bürger" nicht verstehen und werde es wohl nie. Fakt ist, dass die Wertschätzung gegenüber unseres Systems und unserer Demokratie drastisch nachgelassen hat. Während in anderen Ländern Kriege geführt werden, um irgendwie etwas Rechte zu haben, wischt man sich hier regelrecht "den Arsch" mit seinen Rechten ab und spült noch nicht mal ab.
Übrigens kam heute Diablo III bei mir zu Hause an, welches ich um Punkt 17:14 Uhr installiert habe. Da aber die Server erst morgen Online gehen, kann ich auch erst am 15.05. anfangen zu spielen. Auf das Spiel habe ich bereits mehrere Jahre sehnsüchtig gewartet und da ich die Beta-Phase nicht mitgespielt habe, bin ich noch gespanner auf morgen: eine wahrhaftige Premiere. Der Vorgänger Diablo II gehörte bereits zu den Spielen meiner Jugend und haben meine zukünftige Kreativität auch in meinen Projekten sehr geprägt.
Es kann also sein, dass ich ab morgen nicht mehr so stark erreichbar sein werde - beziehungsweise, nur online (in Diablo) erreichbar sein!
Momentan stöbere ich eifrig nach einem neuen Laptop für mein anstehendes Studium an der Fontys University. Zwar wird mein Studiengang Software-Engineering in deutscher Sprache von Statten gehen - dennoch möchte ich einen Laptop mit WERTY-Tastatur Layout, da dieses die Arbeit beim Programmieren stark vereinfacht.
Auf Alternate.nl findet man schon viele passende Laptops (unter 700 Euro, teurer möchte ich nicht gehen). Trotzdem gibt es immer einige Probleme bei den Feinheiten. Entweder, der Laptop ist leistungsmäßig sehr gut, hat aber dann eine total miserable Webcam (1 MP sollte schon drin sein) oder eine grausige Tastatur mit riesigen Tastenabständen.
Die Pro-Serie von ASUS spricht mich bereits sehr an. Der ASUS P53E-SO112X verfügt sogar über eine 2 Megapixel-Webcam, hat ein sehr edles Design, eine perfekte Tastatur, dafür aber eine miserable Grafikkarte und nur 4 GB Arbeitsspeicher wie ebenfalls nur eine i5-CPU. Wiederum findet man dann einen Laptop von Acer, der 8 GB Arbeitsspeicher hat, eine leistungsstarke 2 GB Grafkkarte sowie einen i7-4Kernprozessor - da sieht aber dann die Tastatur sowas von doof aus und hat echt ein für mich unakzeptables Keyboard-Design, dass ich da wieder in's Zweifeln komme.
Ich schaue mir erstmal noch paar Laptops an (u.A. auch von HP) und berichte von meinem Kauf, sobald ich mich entschieden habe.
Jeder kennt sie und jeder meint, dass er diese einhält und demzufolge ein guter Bürger ist: unsere Gesetze. Doch schaut man sich etwas genauer um, wird man voller Erstaunen festellen, dass tagtäglich (meist unbewusst) von vielen Bürgern diese Gesetze gebrochen werden - meist aus Egoismus und dem Erschließens vom Selbstnutzen.
Ein typisches Beispiel für einen Verstoß wäre das Missachten der Höchstgeschwindigkeit auf öffentlichen Straßen. Viele sind der Überzeugung, dass beispielsweise ein Schild mit der Aufschrift "80" bedeutet, man müsse mindestens 80 Kilometer pro Stunde fahren. Diese Fahrer (meist in einem Audi sitzend) bekommen sofort einen Nervenanfall, wenn 10 Meter vor der Ortschaft jemand nur einen km/h zu langsam fährt. Diesen Ärger machen sie dann auch mit einem anschließendem und völlig unnötigem Überholmannöver kund. Ich kann ja verstehen, dass man oft im Stress ist, man deswegen nicht auf diese gesetzlich vorgeschriebene Regelung achtet und dann halt schneller fährt - oder weil man sich vielleicht ja sowas von toll hält und man alle, die sich "ans Gesetz halten" für "voll uncool" hält. Dennoch grenzt es an blanke Idiotie, wenn diese Menschen sich dann über aufgestellte Blitzer aufregen.
Ich selbst fahre jetzt mittlerweile seit fast 3 Jahren Auto und wurde noch kein einziges Mal geblitzt, gar von der Polizei angehalten. Dies liegt nicht daran, dass ich "ungeheures Schwein" habe, sondern, weil ich mich stumpf an die Regeln halte - glaubt mir, so schwer ist das garnicht.
Ein weiteres Beispiel für nicht so ganz soziales Verhalten ist auf Bahnhöfen der deutschen Bahn aufzufinden. Ich bezeichne mich als überzeugter Nichtraucher - von mir aus sollen Menschen rauchen, soviel sie möchten. Wo und wann ist mir auch egal. Wenn dies aber auf einem Bahnhof geschieht, drei Meter neben mir - und das noch, obwohl mir ein großes, gelbes Schild mit der Aufschrift "Dies ist ein rauchfreier Bahnhof" entgegenragt, dann könnte ich selbst die Krise bekommen.
Das größte Phänomen konnte ich entdecken, sobald Ordnungshüter in der Nähe sind. Es wird fein die Zigarette ausgelassen und meist wird großzügig langsamer gefahren, um den Eindruck zu vermitteln, man sei der sozialste Mensch des Planeten. Diese Illusion wird aber nur aus Angst vor Geldbußen seitens der Täter erzeugt. Ginge es nur um Höflichkeit, würde jeder das machen, was er selbst für toll hält - ungeachtet, ob er nun Gesetze einhält oder nicht.
Es ist immer wieder faszinierend, dass alle Menschen in einer perfekten Demokratie leben möchten, sich dann darüber aufregen, dass doch unsere Politik nichts hinbekommt und doch jeder für sich ein kleiner Gesetzesbrecher ist.
Meistens beginnt es damit, dass man von dem Standort A zu einem weit entfernten Standort B möchte. Denn der Faktor t (Zeit) spielt eine große Rolle und muss, genau wie die Anstrengung, möglichst gering sein. Deshalb fährt man mit der Bahn oder mit dem Auto, da man so die Kriterien einhalten kann. Fährt man allerdings mit dem Fahrrad, oder geht gar zu Fuß, bleiben beide Faktoren "auf der Strecke". Doch es gibt noch einen dritten Faktor, der aus der ganzen Situation ein wahres Dilemma macht: das Geld.
Eigentlich wollte ich diesen kleinen Prolog nutzen, um auf die heutige sehr brisante Thematik der hohen Sprit- und Bahnkosten zu verweisen. Geld, Zeit und Anstrengung sind in einer gewissen Symbiose (wie ein "magisches Dreieck"), welches aber trotzdem gerecht sein sollte: Fahre ich mit dem Fahrrad, spare ich Geld und etwas Zeit, aber auf Kosten der Anstrengung. Benutze ich hingegen das Auto, wird viel Geld verbraucht, dafür spare ich aber Anstrengung und Zeit - was einem am Ende am Wichtigsten ist, muss jeder für sich entscheiden.
Heute aber fuhr ich mal wieder mit der Bahn. Soweit, so gut - normal kostet ja ein Tagesticket unter 20 Euro und so dachte ich mir, wird es wieder ein "Schnäppchen", wenn der Miguel durch ganz NRW saust. Doch weit gefehlt! 27 Euro zeigte mir der Fahrkartenautomat munter an, während ich schon mit Tränen in den Augen die Geldscheine aus meiner Geldbörse zucken musste. Es ist unglaublich! Da jagen schon die Spritpreise in die Höhe, von allen Seiten hört man "ja, dann fahre doch mit der Bahn" und dann sowas. Es ist nicht so, dass man für den hohen Preis dann noch eine entsprechende Dienstleistung bekommt. Ja, diese bestünde ja theoretisch darin, in einer vorgeschriebenen Zeit t (für die man unter anderem ja auch bezahlt!) von Haltestelle A zur Haltestelle B zu gelangen. Dem ist nicht so bei der Bahn. So wie heute kam einfach mal der Ablöseschaffner nicht, was eine Verspätung von 20 Minuten mit sich zog. Ebenso die "extrem hohe Auslastung des Schienennetzes" führt zu einer weiteren Erhöhung von t. Aber statt dann die Kunden mit günstigeren Preisen zu locken, werden erstmal alle Tickets teuer gemacht. Wieso auch nicht? Der Kunde hat ja am Ende eh keine Wahl - schließlich kann man ja keine 200 Kilometer zu Fuß laufen.
Wir sollten uns das nicht gefallen lassen - egal ob hohe Spritpreise oder enorm hohe Fahrkartenpreise. Doch leider müssen wir es uns gefallen lassen, sonst hätte sich schon längst etwas getan. Gute Nacht.
Erst noch vorgestern habe ich auf ZDF Abenteuer Forschung mit Harald Lesch gesehen. Dort wurde thematisiert, wie weit wir Roboter und künstliche Intelligenz entwickeln können, bzw. ob wir sie bald so "schlau machen" können, dass sie unserer Intelligenz überlegen sind. Naja, man muss hierbei anmerken, dass es eigentlich noch überhaupt keinen wirklich "schlauen Roboter" gibt - alles verläuft nach bestimmten Algorithmen, die vorher fest definiert sind. Der Roboter erscheint uns nur als intelligent, da er unzählige Fallunterscheidungen treffen kann, was aber statisch definiert wurde.
Maschinen und gerade Roboter werden mit Sicherheit in der Zukunft eine große Rolle in unserem Leben einnehmen. Sie werden sogar bestimmte Bereiche vollständig übernehmen - daran werden wir nichts ändern können, weil unser System mittlerweile so komplex ist, dass es unmöglich wäre, dies alles händisch zu bewältigen. Doch wieviel sollen in Zukunft die Maschinen übernehmen? Wollen wir am Ende nur noch auf dem Sofa sizten und im Besitz eines Roboters sein, der für uns einkauft, putzt, sogar arbeiten geht? Diese Frage sollte sich schon heute jeder innerlich stellen, wenn er mit seinem Smartphone herumspielt.
Doch was macht einen wirklich intelligenten Roboter aus? Vielleicht, dass er unerwartetes, konstruktives Verhalten aufweist, welches dem Fortschritt dient. Rein theoretisch wäre es realisierbar. Doch inwieweit kann man eigentlich ein Programm vermenschlichen? Ist es etwa möglich, einer künstlichen Intelligenz "Gefühle" zu geben, die tatsächlich von ihr wahrgenommen werden? Dementsprechend könnte man noch einen Schritt weiter und dreister denken: Vielleicht kann man einem Roboter das Gefühl geben, dass er existiert - das würde ja theoretisch die Theorie von der Existenz einer Seele nichtig machen - weil dann kann ja jeder Programmierer mit genügend know-how das innerliche Selbst, mit allen seinen unerkundeten Tiefen, binär nachbilden.
Doch ob das jemals möglich wird, sei dahingestellt. Schließlich wissen wir als Menschen oft noch nicht einmal selbst, wer wir oder unsere Mitmenschen wirklich sind.
